Die Diskrepanz ist offensichtlich: Obwohl die 169 Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) In Deutschland inzwischen pro Jahr fast eine halbe Million Kinder und Jugendlichen versorgen und die Zahl behandlungsbedürftiger Kinder weiter anwächst, spielt die sozialpädiatrische Versorgung gesundheitspolitisch eine höchst untergeordnete Rolle. Dies führt dazu, dass die Budgets der SPZ für die dort behandelten Kinder mit schwerwiegenden Entwicklungs-, Verhaltens- und komplexen Behinderungsproblemen...
Da hat der Bundesrat Weitsicht gezeigt und Klartext gesprochen. Bereits im Herbst 2025 hatte die Länderkammer einen Gesetzentwurf vorgelegt (https://dserver.bundestag.de/btd/21/027/2102742.pdf) und darin begründet, warum, das Rauchen in geschlossenen Fahrzeugen in Anwesenheit von Minderjährigen oder Schwangeren verboten werden sollte. Auf die Unterstützung von der offiziellen Ärzteschaft in Deutschland konnte der Bundesrat allerdings bisher nicht bauen. Das hat sich nun seit dem 130....
2026 könnte das Jahr sein, in dem in der Gesundheitspolitik die Weichen für solch grundlegende strukturelle Änderungen gelegt werden wie schon lange nicht mehr. Wenn das Primärärztesystem - wie im Koalitionsvertrag vorgesehen – tatsächlich kommen sollte, wird sich für alle sehr viel ändern – Hausärzte, Fachärzte, nicht ärztliche Gesundheitsfachkräfte und natürlich auch für jeden Patienten. Was ist geplant? Patienten sollen künftig – von Ausnahmen abgesehen – im...
Bei Kindern, bei denen bereits im frühen Alter eine Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) diagnostiziert wird, erfolgt in vielen Fällen eine medikamentöse Behandlung, wobei unter den Stimulanzien Methylphenidat (MPH) sehr häufig verwendet wird. Dabei wird zwar immer wieder unter den verordnenden Experten heftig darüber debattiert, wie lange und in welcher Dosis MPH verschrieben werden soll. Außer Acht bleibt dabei jedoch zumeist, welche langfristige Folgen eine längere...
Die Wohnregion und Nachbarschaft, in der Kinder und Jugendliche in den USA leben, hat offenbar einen signifikanten Einfluss hat auf den Gesundheitsstatus. Und sicherlich dürfte auch in Deutschland allein schon die Adresse eines Kindes ein nicht unwesentlicher gesundheitlicher Risikofaktor sein Diese Rückschlüsse, die durchaus auch auf Deutschland übertragen werden können, basieren auf den Ergebnissen einer Forschungsinitiative am Institute for Equity in Child Opportunity & Healthy...
Chronisch kranke Kinder leiden unten den sich verschärfenden Klimabedingungen in ganz besonderer Weise. Sie verstärken bereits bestehende Ungleichheiten weiter und erfordern Maßnahmen, die weit über den bereits praktizierten vorbeugenden Hitzeschutz hinausreichen. Diese sind nicht in Sicht, wären jedoch längst überfällig. Ursula Anders aus Potsdam und Dr. Stephanie Boßerhoff aus Wesel von der AG Klimaschutz in der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin belegten...
Seltene Erkrankungen spielen heute diagnostisch und therapeutisch im medizinischen Versorgungsalltag eine weit größere Rolle als noch vor 15 Jahren. Darauf sollten sich verstärkt auch die niedergelassenen Ärzte einstellen. Denn eine nachhaltige wohnortnahe Behandlung durch niedergelassene Haus-, Kinder- und Fachärzte vor Ort ist künftig genauso wichtig, wie die hochspezialisierte fachliche Expertise in Zentren. Auf diese neuen Erfordernisse bei der Behandlung von Kindern und Erwachsenen...
Der neue interprofessionelle bundesweite Expertenrat „AG Kindesentwicklung – Gerecht von Anfang an“ schlägt Alarm. Die bereits im frühen Kindesalter angelegte Chancenungleichheit hat gewaltige Dimensionen angenommen und nimmt weiter zu. Die neue Bundesregierung sollte daher alle Maßnahmen intensivieren, um die Frühe Bildung auf verschiedenen Ebenen zu stärken. Die bundesweite Gruppe von Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Pädiatrie, der Wissenschaft, dem Journalismus sowie...
Der Status der psychischen Gesundheit von Kinder und Jugendlichen ist nach Corona und als Folge der vielfältigen Krisen höchst besorgniserregend. Das geht aus den jüngsten Daten der COPSY-Studie (Corona und Psyche) hervor. Die neue Bundesregierung sollte diese Gefährdungen, die Kinder ganz besonders belasten und die im Wahlkampf keine Rolle gestellt haben, erst nehmen und sich diesen in der neuen Legislaturperiode auch stellen. Sagt deutlich und völlig zu Recht Professorin Ulrike...
Zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans (NAP) "Neue Chancen für Kinder in Deutschland" hat sich die alte Bundesregierung - auch schon als Auftrag für eine künftige neue Regierung -positioniert. Viele Experten und Lobbyverbände für Kinder sehen dabei aber noch erheblichen Klärungs- und Handlungsbedarf. Um die im NAP verankerten Ziele, die Armut von sozial benachteiligten Kindern effektiver als bislang zu bekämpfen und deren Teilhabe zu verbessern, müssten nach Ansicht der Deutsche...